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Bündnis sieht keinen Grund für Wehklagen

Die NRZ berichtet am 15.04.2015 (Auszüge):

Bündnis sieht keinen Grund für Wehklagen

Mitglieder von CDU, Grünen und FDP/VWG sehen sich nach dem Kreistagsbeschluss zum Haushalt in ihrem Vorgehen bestätigt und die SPD am Gängelband des Landrates in der Isolation.

Kreis Wesel. Martin Kuster ist „stolz, aber nicht überheblich“. Hubert Kück genießt noch im Nachhinein eine „ausgesprochen schöne Sitzung“. Den beiden Kreispolitikern von FDP/VWG und Grünen ist die Zufriedenheit ebenso anzusehen, wie ihrem Bündnispartner Frank Berger (CDU).
Nach der denkwürdigen jüngsten Sitzung des Kreistages mit einer nicht erwarteten Umlage-Entlastung für die Kommunen des Kreises Wesel hätten sie positive Resonanz erfahren, sagen die Drei - von Nichtpolitikern und Nichtverwaltungsleuten (...)
„Keinen Raum für Wehklagen“ sieht Berger hinsichtlich des Personals des Kreises. Wenn die vielen Überstunden ins Feld geführt würden, zeige das, dass „Prozesse in der Verwaltung auf den
Prüfstand gestellt werden müssen“. Von einer Führungskraft wie dem Landrat müsse man erwarten, „die Arbeit so zu organisieren, dass sie funktioniert“. Neue Aufgaben vom Gesetzgeber sehe er „derzeit nicht“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung hätten „nach wie vor gute
Jobs und keinen Cent weniger“, so Berger (...)
Stolz ist Kuster, weil es dem Bündnis gelungen sei, mit überzeugenden Positionen seine Linie eines
„anderen Denkens“ erfolgreich umzusetzen. Nicht einfach draufsatteln, sondern Lösungen finden,um „mit dem Geld auszukommen, das da ist“, lautet das Credo. Die Bürger honorierten das, weil sie keine Politik auf Pump der nachfolgenden Generationen wollten.

Müllers Marionetten
Der SPD halten die Bündnis-Politiker vor, sich in eine Ecke der Isolation manövriert zu haben,
obwohl man ihr ständig „die Tür offen gehalten“ habe (...)

Landrat Dr. Ansgar Müller erscheine wie ein
Puppenspieler, als dessen Marionetten sie agierten.
Die drei Politiker äußern den Eindruck, dass es innerhalb der SPD-Fraktion teils intern verursachte Informationsdefizite und Unmut gebe.
Aber man wolle keine Energie darauf verwenden, „die SPD
aus ihrer Isolation herauszuholen“, so Kuster, sondern diese lieber dem Landrat widmen.
Repräsentieren könne er gut, aber das sei zu wenig. „Wir müssen ihm deutlich machen, wo seine Aufgaben liegen. Unsere Mehrheit dafür ist groß genug.“
Dass dem Haushalt des Kreises die Genehmigung durch die Bezirksregierung versagt werden könnte, glauben die Bündnis-Politiker eher nicht.

Hier geht es zum Artikel der NRZ vom 15.04.2015