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Antrag Verbraucherberatung

 15.09.2014 - Antrag Verbraucherberatung

Sehr geehrter Herr Landrat,

die FDP/VWG-Fraktion beantragt folgende Änderungen zum Beschlussvorschlag der Verwaltung bezüglich der Verbraucherberatung Kreis Wesel zur Beratung im Kreisausschuss am 24.09.2014 und zur Beschlussfassung im Kreistag am 25.09.2014:

  1. Reduzierung der ersten Vertragslaufzeit von 5 Jahre auf 3 Jahre
  2.  

  3. Ergänzung des Beschlussvorschlages um folgenden Satz:

 Die Verwaltung wird beauftragt, bis Ende 2015 ein Konzept zu entwerfen um  dem

 Kreistag zum Beschluss vorzulegen, das bei gleichbleibendem Beratung- und An-

 gebotsvolumen die Reduzierung der Verbraucherbratung im Kreis Wesel auf zwei

 zentrale Standorte ermöglicht.

 

Begründung:

Nachdem die Stadt Moers durch die unkoordinierte und kurzfristige Kündigung ihrer Verbraucherberatungsstelle die linksrheinische Versorgung des Kreises Wesel mit Verbraucherberatung in Frage gestellt hat, wird der Kreistag voraussichtlich die Übernahme von 25 Prozent der Kosten durch den Kreis beschließen. Das wird die umlagerelevanten Aufwendungen des Kreises Wesel unmittelbar um fast 130.000 Euro pro Jahr erhöhen.

Mit dem Kreisentwicklungskonzept hat sich der Kreistag zur Aufgabe gemacht, Standards auf ihre Zeitgemäßheit, Zielausrichtung und Effizienz hin zu überprüfen. Die FDP/VWG-Fraktion ist überzeugt, dass aufgrund der erfolgenden deutlichen Ausgabensteigerung durch die Kostenübernahmen mittelfristig auch die Anzahl der Standorte der Verbraucherberatungsstellen auf den Prüfstand zu stellen ist, zumal aktuell – gemessen an den Öffnungszeiten – eine nur unzureichende Auslastung der drei Standorte gegeben ist.

Die FDP/VWG-Fraktion hält es für realistisch, dass mit jeweils einem zentralen Standort rechts- und linksrheinisch eine gleichbleibende Beratungsqualität ohne unzumutbare Anfahrtswege gewährleistet werden kann, zumal die Beratung immer stärker über Internet und Telefon erfolgt und statistisch gesehen jeder Bürger im Kreis Wesel durchschnittlich nur alle 25 Jahre eine Verbraucherberatungsstelle vor Ort aufsucht. Durch Synergieeffekte und Mieteinsparungen könnten die Kosten bei Reduzierung der Standorte jedoch deutlich gesenkt werden.

Eine Ausweitung der Öffnungs- und Beratungszeiten, die bei zwei Standorten möglich wäre, würde sogar zu einer Steigerung der Kundenfreundlichkeit beitragen. Die Beschränkung auf zwei Standorte funktioniert problemlos auch bei anderen Beratungseinrichtungen und – angeboten im Kreisgebiet.

Einen Zeitraum von einem Jahr für die Erstellung des geforderten Konzeptes hält die FDP/VWG-Fraktion für mehr als ausreichend, einen Zeitraum von zwei Jahren für die Umsetzung des Konzeptes ebenfalls. Darum sollten die Verträge lediglich bis Ende 2017 befristet werden.

Mit freundlichen Grüßen

 

Heinz Dams

Fraktionsvorsitzender